Umsatzsteuersystem soll noch in 2006 auf das
Reverse-Charge-Modell umgestellt werden

Das Bundesfinanzministerium der Finanzen arbeitet zur Zeit an einem Systemwechsel des Umsatzsteuerrechts. Dieses soll umgestellt werden auf das Reverse Charge Modell .
Das bedeutet dass die Steuerschuldnerschaft auf den Empfänger der Leistung übergeht, wie es jetzt schon unter Bauunternehmern üblich ist .
Das folgende Beispiel soll das neue System kurz darstellen :
Unternehmer A . liefert an Unternehmer B. Waren im Wert von € 9.000,-- .

a.) aktuell noch geltendes Recht :
Unternehmer A. meldet in seiner Umsatzsteuererklärung € 1.241,-- Ust und führt diese an das Finanzamt ab .

b.) Reverse Charge Modell
Die Umsatzsteuer in Höhe von € 1.241,-- wird nicht mehr von A. geschuldet sondern vom Leistungsempfänger B. Das bedeutet, A. rechnet gegenüber B. nur den Nettobetrag ab .Unternehmer B. meldet die Umsatzsteuer in Höhe von € 1.241,-- in seiner USt - Erklärung bei der Finanzbehörde und verrechnet diese mit seinem Vorsteueranspruch in gleicher Höhe, sofern die üblichen Voraussetzungen zum Vorsteuerabzug gegeben sind .

Anzuwenden ist das Reverse Charge Modell nur wenn

a.) Unternehmer untereinander Umsätze abrechnen , also nicht wenn es sich bei dem Leistungsempfänger um eine Privatperson handelt und

b.) der Rechnungsbetrag € 5.000,-- (= Bagatellgrenze) überschreitet -
Der genaue Zeitpunkt der Einführung dieses Modells steht noch nicht fest.

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